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Die Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober 2015

Augenärzte, Selbsthilfeorganisationen und internationale Hilfswerke nehmen die diesjährige Aktionswoche nicht nur zum Anlass, um auf die Bedeutung von Kontrolluntersuchungen und die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland sowie in Entwicklungsländern aufmerksam zu machen. Sie möchten auch anhand von Beispielen aus ihrer Arbeit darauf hinweisen, wie wichtig eine Begegnung auf Augenhöhe ist.

Hierzu entwickelten sie folgende drei Unterthemen, die das Jahresthema "Auf Augenhöhe" vertiefen:

Auf Augenhöhe - auch mit Sehverlust
Auf Augenhöhe - gemeinsam für gutes Sehen
Auf Augenhöhe - weltweit Hilfe leisten

 

Auf Augenhöhe - auch mit Sehverlust:

„Was möchte Ihr Begleiter gern trinken?“ Jedem blinden Menschen ist es schon einmal passiert, dass er nicht direkt angesprochen wird, sondern stattdessen der sehende Mensch, mit dem er gerade unterwegs ist. Dahinter steckt selten böse Absicht, sondern oft Verunsicherung und das diffuse Gefühl, dass Menschen mit Sehverlust allein nicht zurechtkommen und in allen Belangen Unterstützung brauchen.
Meist werden die Fähigkeiten blinder und sehbehinderter Menschen unterschätzt, in der Folge werden sie als nicht ebenbürtig wahrgenommen. Wie die Betroffenen ihren Alltag meistern und auch mit nachlassender Sehkraft ihre Selbstständigkeit beibehalten, möchten die Selbsthilfeorganisationen blinder und sehbehinderter Menschen während der Woche des Sehens zeigen. Anlässlich der Aktionswoche 2015 bietet die Selbsthilfe den Medien umfangreiche Möglichkeiten, das Thema aufzuarbeiten: Hintergrundinformationen zum Umgang mit blinden und sehbehinderten Menschen und Material zum Einsatz von Hilfsmitteln und weiteren „Tricks“ für ein eigenständiges Leben mit Seheinschränkung.


Auf Augenhöhe - gemeinsam für gutes Sehen:
Augenärzte, ihre Patienten und nicht selten auch deren Angehörige sind Partner – oft über viele Jahre hinweg. Denn nicht selten sind Augenkrankheiten, die das Sehvermögen bedrohen, chronische Krankheiten, die regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig machen sowie immer wieder eine Anpassung der Therapie an die aktuelle Situation. Beispielsweise gehören diabetische Netzhauterkrankungen zu den Volkskrankheiten in der Augenheilkunde. Denn Schäden an der Netzhaut des Auges zählen zu den gravierenden Folgen der Zuckerkrankheit. Etwa 40% der Typ I Diabetiker und  25% der Typ II Diabetiker entwickeln eine fortgeschrittene diabetische Retinopathie. Jahr um Jahr erblinden etwa 2000 Menschen in Deutschland deshalb. Doch dazu muss es nicht kommen. Denn wenn eine diabetische Netzhauterkrankung rechtzeitig erkannt wird, bestehen gute Aussichten, sie erfolgreich zu behandeln. Deshalb sollte jeder Diabetiker – auch wenn noch keine Schäden an den Augen bekannt sind – einmal pro Jahr augenärztlich untersucht werden. Der Augenarzt erkennt Schäden an der Netzhaut bereits bevor der Betroffene eine Verschlechterung des Sehens wahrnimmt. Wenn erste Veränderungen erkennbar sind, erfolgen die Kontrolluntersuchungen häufiger. In bestimmten Stadien lässt sich das Fortschreiten der Krankheit mit einer Laserbehandlung stoppen. Ist auch die Netzhautmitte, die Makula, von der Krankheit betroffen, kann die Gabe von Medikamenten ins Augeninnere das Sehvermögen erhalten. Um trotz Diabetes langfristig den Durchblick zu erhalten, arbeiten Augenärzte und Patienten eng zusammen: der Patient, indem er die Kontrollintervalle beachtet und durch einen gesunden Lebensstil und exakte Einstellung der Blutzucker- und Blutdruckwerte die Krankheit positiv beeinflusst. Der Augenarzt schützt das Sehvermögen, indem er Veränderungen der Netzhaut genau beobachtet und, wenn nötig, mit individuell abgestimmten Behandlungsmaßnahmen eingreift.
Diabetische Netzhauterkrankungen sind nur ein Beispiel, an dem sich zeigen lässt, wie die langfristige Zusammenarbeit von Augenarzt und Patient das Sehvermögen über Jahre erhält. Weitere Volkskrankheiten in der Augenheilkunde sind das Glaukom und die altersabhängige Makula-Degeneration. Auch für sie gilt: Je eher die Krankheit erkannt und die Behandlung eingeleitet wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten, die Sehkraft zu erhalten.


Auf Augenhöhe - weltweit Hilfe leisten:

Zwei Jahre lang war Leonard Madondi aus Ruanda ganz auf die Hilfe anderer angewiesen: Er hatte auf beiden Augen Grauen Star und war völlig blind. In seinem Beruf als Dekorateur konnte der 65 Jahre alte Mann nicht mehr arbeiten, dadurch war er von seinem Neffen und dessen Familie abhängig. In der von der Christoffel-Blindenmission (CBM) geförderten Kabgayi-Augenklinik im Westen Ruandas wurde Leonard von Augenarzt Dr. Dirk Harder operiert. Vor seiner Behandlung wirkt der 65-Jährige apathisch und traurig, er nimmt Personen nur dann wahr, wenn er direkt angesprochen wird. Das ändert sich schlagartig nach der Operation des rechten Auges: Leonard läuft stolz und alleine herum und erkundet das Krankenhaus. Er genießt sichtbar diese neue Freiheit. Auch das linke Auge wird noch operiert, und er ist vor allem dankbar für die Unabhängigkeit, die er wiedergewonnen hat. Jetzt will er etwas zurückgeben und dazu als erstes das Haus seines Neffen neu anstreichen. Dr. Harder: „So eine Katarakt-OP ist für beide, für den Patienten und für den Arzt, ein Segen: Der Patient kann danach wieder sehen, und ich bin glücklich, weil ich mich mit ihm freuen kann“. In Entwicklungsländern ist Grauer Star die häufigste Blindheitsursache. Dabei genügt hier schon ein kleiner Eingriff, um erblindeten Menschen zu helfen. Allerdings wissen viele Menschen nicht, dass eine Operation ihnen das Augenlicht wieder gibt oder sie können sich die OP nicht leisten. Das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) und die Christoffel-Blindenmission (CBM) machen in der Woche des Sehens unter dem Motto „Auf Augenhöhe – weltweit Hilfe leisten“ gemeinsam auf ihre Arbeit aufmerksam. Sie unterstützen Augenkrankenhäuser, mobile Kliniken und die Ausbildung von einheimischen Augenärzten in der ganzen Welt. In Deutschland bieten die beiden Entwicklungshilfeorganisationen während der Aktionswoche Informationen zum Grauen Star, zur Situation in Ruanda, zu Leonard Madondi sowie dem Augenarzt Dr. Harder.
 

Folgende Veranstaltungen sind anlässlich der "Woche des Sehens" in Schleswig-Holstein geplant:

 

Infostand in Itzehoe:

Vom 08.10. bis 13.10.2015 präsentiert sich die Bezirksgruppe Steinburg mit einem Infostand in den Räumen der Stadtbücherei Itzehoe.


Tag der offenen Tür im UKSH Lübeck:

Die Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, lädt am Freitag, 09. Oktober 2015 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 13:00 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Der Beratungsdienst "Blickpunkt Auge" des BSVSH wird ebenfalls vor Ort sein.


Das Infomobil kommt nach Plön:

Am 09.10.2015 steht das Infomobil des Beratungsdienstes „Blickpunkt Auge“ in der Zeit von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr Am Markt 9 in Plön, vor Carstens Optic.


Aktionstag zur Woche des Sehens in Rendsburg:

In den Räumen der Volkshochschule Paradeplatz 11, Rendsburg
am 10.10.2015  in der Zeit von von 10:00 Uhr – 16:00 Uhr

Ablauf

10:00 Uhr   Grußwort der Stadtpräsidentin Frau Wiemer-Hinz
Vorstellung des Beratungsdienstes „Blickpunkt Auge“ und Pro Retina
10:15 Uhr  Leben mit Sehbehinderung - Erfahrungsbericht
11:00 Uhr  Makula Degeneration ( AMD )
12:00 Uhr  Mittagspause mit Livemusik 
13:00 Uhr  Nicht blenden lassen – Der richtige Filter für sehbeeinträchtigte Menschen im Alltag
13:00 Uhr  Sehen im Alter am Beispiel der Pflegeeinrichtung  „Haus am Tremser Teich“, Lübeck
14:00 Uhr  Grauer Star – Wie geht es weiter?
15:00 Uhr  Mobilität mit dem weißen Langstock  
15:00 Uhr  Mit-Mach-Aktion: Augenentspannungsübungen  
Vorstellung von Hilfsmitteln, Bildschirmlesegeräten,    Vorlesegeräten und Lupen durch Firmen und Optiker-  Kurzberatungen werden angeboten –

 



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