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DIE WOCHE DES SEHENS 2016 vom 08. bis 15. Oktober 2016

Augenärzte, Selbsthilfeorganisationen und internationale Hilfswerke nehmen die diesjährige Aktionswoche nicht nur zum Anlass, um auf die Bedeutung von Kontrolluntersuchungen und die Chancen blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland sowie in Entwicklungs-ländern aufmerksam zu machen. Sie weisen auch anhand von Beispielen aus ihrer Arbeit darauf hin, wie vielfältig Chancen sein können und wie wichtig es ist, diese zu zeigen.

Hierzu entwickelten sie die folgenden Unterthemen, die das Jahresthema "Chancen sehen!" vertiefen:
Chancen sehen - auch mit nachlassendem Sehvermögen!

Jedes Jahr erfahren Tausende, dass sie von einem Sehverlust betroffen sind, der medizinisch nicht mehr rückgängig zu machen ist. Eine derartige Diagnose ist mit schwerwiegenden Folgen verbunden: Zuvor Selbstverständliches wie Autofahren, Lesen oder Einkaufen lässt sich nur noch mit Mühe bewältigen oder wird gar vollkommen unmöglich. Oft kann der erlernte Beruf nicht weiter ausgeübt werden. Wenn dann noch soziale Kontakte wegbrechen, weil beispielsweise bestimmte Hobbies nicht mehr gemeinsam ausgeübt werden können, scheint die Situation hoffnungslos.

Die Selbsthilfeorganisationen der blinden und sehbehinderten Menschen möchten in der Woche des Sehens 2016 aufzeigen, welche Chancen auch nach einem Sehverlust bestehen. Spezialisierte Reha-Einrichtungen, eine breite Auswahl an Hilfsmitteln und nicht zuletzt der Austausch mit anderen Menschen in der gleichen Situation zeigen neue Perspektiven auf. Mit einem Mobilitätstraining kann man sich den gewohnten Radius zurückerobern und auch in den eigenen vier Wänden gibt es Lösungen, auf die man allein nicht unbedingt kommt. So lassen sich beispielsweise Herd und Waschmaschine mit Hilfe tastbarer Klebepunkte wieder sicher bedienen und einfache Ordnungssysteme in Küche oder Bad erleichtern das Wiederfinden von Gegenständen.

 

Chancen sehen – für gesunde Augen ein Leben lang!
Der Mensch ist ein „Augentier“. Über keinen unserer Sinne nehmen wir mehr Informationen auf als über das Sehen. Und unsere Augen sind wahre Wunderwerke der Natur, dafür geeignet, ganz verschiedenen Anforderungen an das Sehen gerecht zu werden: Wir sehen bunte Farben und feine Details; bei schwachem Licht nehmen wir die Welt immerhin noch in Grautönen wahr und können uns so orientieren. Wir bemerken Bewegungen auch am Rand unseres Gesichtsfelds. Dank des Zusammenspiels beider Augen und des Gehirns sind wir in der Lage, räumlich zu sehen. Dieses Wunder guten Sehens nehmen wir als selbstverständlich gegeben an. Dabei können nur gesunde Augen dieses Wunder tagtäglich vollbringen. Augenkrankheiten beginnen häufig schleichend, so dass die Betroffenen selbst zunächst gar nicht bemerken, dass etwas nicht in Ordnung ist. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für die häufigsten Krankheiten, die das Augenlicht bedrohen: Die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD), das Glaukom (Grüner Star), die Katarakt (Grauer Star) und diabetische Augenkrankheiten.
Doch Augenärzte können mit geschultem Blick und mit hochentwickelter Diagnostik krankhafte Veränderungen im Auge schon früh erkennen. Augenärztliche Untersuchungsmethoden erlauben es, so feine Details im Auge abzubilden, wie es sonst nur nach einer Gewebeentnahme unter dem Mikroskop möglich wäre. Sogar den Blutfluss in den kleinen Blutgefäßen am Augenhintergrund können moderne Geräte erkennen – und das alles ohne den Patienten zu berühren.
Diese Diagnostik ermöglicht es, Augenkrankheiten immer besser zu verstehen und besser zu behandeln. Bei der Katarakt kann die trübe Linse beseitigt und durch eine künstliche Linse ersetzt werden. Andere häufige Leiden wie die feuchte AMD, das Glaukom und diabetische Augenkrankheiten lassen sich heute erfolgreich aufhalten. Je früher sie erkannt werden, desto besser sind die Chancen, das Augenlicht zu erhalten.

 

Chancen sehen – Zukunft schenken!
Wie gern würde May erkennen, welche Haarfarbe ihre Puppe hat. Aber Farben kann die Achtjährige schon lange nicht mehr deutlich unterscheiden. Denn das philippinische Mädchen hat Grauen Star auf beiden Augen und ist nahezu blind. Ihre Großmutter Corazon, bei der May aufwächst, erinnert sich: „Als mir der Kindergärtner sagte, dass May nicht sehen kann, was an der Tafel steht, erschrak ich sehr!“ Denn sie und ihr Mann sind sehr arm und können sich einen Arztbesuch nicht leisten, von der Behandlung ganz zu schweigen. Der Kindergärtner beruhigte Corazon und ver-sprach zu helfen. So kam May auf eine Schule, an der es auch Klassen für blinde, seh- und anders behinderte Kinder gibt. Bei einem Besuch entdeckte der Mitarbeiter eines CBM-Partners, dass May nicht blind bleiben muss, weil ihre Augenkrankheit durch eine einfache Operation heilbar ist.
Mays Schicksal ist kein Einzelfall: Weltweit sind 39 Millionen Menschen blind und 246 Millionen Menschen sehbehindert. Doch rund 80 Prozent aller Erblindungen und Sehbehinderungen könnten vermieden oder geheilt werden. Wer arm ist und in einem Entwicklungsland lebt, kann sich häufig schon die ärztliche Untersuchung nicht leisten. Armut ist damit einer der Hauptgründe, warum Augenerkrankungen dort nicht rechtzeitig behandelt werden und Menschen erblinden.
May hat Glück: Die Kosten der Operation übernimmt die Christoffel-Blindenmission (CBM). Schon einen Tag nach dem Eingriff kann die Achtjährige sehen! Dadurch haben sich auch ihre Zukunftsaussichten schlagartig verbessert: Im Gegensatz zu Deutschland hätte sie auf den Philippinen aufgrund ihrer Sehbehinderung kaum eine Chance gehabt, später einen Beruf zu erlernen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
 „Chancen sehen – Zukunft schenken“ heißt dementsprechend das Motto, unter dem das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) und die Christoffel-Blindenmission (CBM) in der Woche des Sehens gemeinsam über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Augenerkrankungen informieren. Beide Organisationen unterstützen in Entwicklungsländern zum Beispiel Augenkrankenhäuser, mobile Kliniken und die Ausbildung von einheimischen Augenärzten. Denn auch die mangelnde augenmedizinische Versorgung ist mit dafür verantwortlich, dass in Entwicklungsländern viele Menschen erblinden.

 

Folgende Veranstaltungen sind in Schleswig-Holstein geplant:

- Infostand in Itzehoe
Vom 08.10. bis 14.10.2016 präsentiert sich die Bezirksgruppe Stein-burg mit einem Infostand in den Räumen der Stadtbücherei Itzehoe.

-Gottesdienst unter der Simulationsbrille
Am 09.10.2016 gestaltet Reiner Nissen vom Christlichen Blinden-dienst gemeinsam mit der Bezirksgruppe Husum um 10:00 Uhr in der Friedenskirche Husum, Schobüller Str., einen Gottesdienst unter der Simulationsbrille.

-Tag der offenen Tür im UKSH
Die Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, lädt gemeinsam mit dem Bera-tungsdienst "Blickpunkt Auge" des BSVSH am Freitag, 14.10.2016 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 13:00 Uhr zum Tag der offenen Tür ein.
- Das Infomobil kommt nach Husum
Am 15.10.2016 steht in der Zeit  von 10:00 Uhr bis ca. 14:00 Uhr das Info-Mobil auf dem Husumer Marktplatz, Nähe Rossmann. Gleichzeitig zeigt Optiker Sievers in seinem Laden schräg gegenüber Lesegeräte und Sehhilfen.



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