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Maschine öffnet einen Wissensschatz für Blinde

In der Norderstedter Stadtbücherei können sich jetzt Blinde Bücher und Zeitschriften vorlesen lassen!

Eine Maschine, die Blinden Bücher und Briefe vorliest, das war einmal ein Traum vieler Sehbehinderter. In der Norderstedter Stadtbücherei ist er jetzt Wirklichkeit geworden. Hier in der Rathausallee 50 steht seit jetzt ein von der Norderstedter Firma Plustek entwickeltes Gerät, in das jedes beliebige Buch oder Schreiben eingelegt und vorgelesen werden kann. Nur zehn Sekunden dauert es bis zum Start, dann ist der gedruckte Text hörbar. Dabei kann der Benutzer unterschiedliche Lesegeschwindigkeiten auswählen und sich auch zwischen einer Frauen- oder einer Männerstimme entscheiden. Der wohl eher  spaßige Hinweis eines der ersten Nutzers, dass er sich ja dann die Post des Gerichtsvollziehers nicht mehr  von seinem Nachbarn vorlesen lassen muss, beschreibt zwar die freudige Stimmung der Norderstedter Blinden und Sehbehinderten über die neue Technik, zeigt aber nur einen kleinen Teil des Nutzwerts des so genannten Book-Readers. Natürlich können in der Bücherei auch mitgebrachte persönliche Schreiben gelesen werden, ein Kopfhöreranschluss garantiert auch die notwendige Privatsphäre. Der besondere Wert des Gerätes liegt allerdings in der auf diese Weise barrierefreien Nutzung des gesamten Bestandes der Stadtbücherei. Sämtliche Bücher, Zeitungen und Zeitschriften können so „gelesen“ werden. Ein riesiger Wissensschatz ist jetzt für Blinde verfügbar! Bodo Mundt, Leiter der Bezirksgruppe Norderstedt des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein e. V., dankte deshalb der Stadt Norderstedt für die neue Investition. „Die Stadt hat immer ein offenes Ohr für Blinde und Sehbehinderte, das reicht vom Straßenverkehr bis zu Kultur und Bildung.“

Wie der Leiter der Stadtbücherei Mitte, Ingo Tschepe, berichtet, geht das Angebot seiner Einrichtung für Blinde und Sehbehinderte weit über das neue Gerät hinaus. So stehen 4000 Hörbücher, 8700 DVD, 1670 CD-ROM und 17500 CD zur Verfügung. Die etwa 300 Bücher in Großdruck werden vor allem von Senioren ausgeliehen.

Behinderte zahlen für die Ausleihe beliebig vieler Medien jährlich nur eine Gebühr von zehn Euro.  Auf Nachfrage erklärte Ingo Tschepe, dass auch alle Bürger aus den umliegenden Städten und Dörfern in der Bücherei willkommen sind, für die Anmeldung genüge der Personalausweis.

 



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